„Noch einmal raus, bevor es ernst wird!“, der Reisebericht der Jahrgangsstufe 12

Getreu nach diesem Motto brach die gesamte Jahrgangsstufe 12 am Abend des 26.08. 2018 auf, um für eine Woche, die slowenische Hauptstadt Ljubljana unsicher zu machen. Zweifel ließ schon der Tag unserer Ankunft entfallen, als uns sonniges Kaiser-Wetter in der reizenden, kleinen Altstadt der Metropole willkommen hieß. Durch eine, von unseren Tutoren organisierten, „Stadtrallye“ kannte sich fast jeder in der Stadt aus und erfuhr zudem noch einige interessante Fakten über „Leibach“ selbst. Um uns dabei zu motivieren, fand ein Wettkampf der Kurse statt. Neben Ruhm gab es natürlich auch noch einen materiellen Preis, der uns weiter anspornte Architektur und Geschichte Ljubljanas zu ergründen. Nach dieser Rallye folgte der nächste spannende Teil: die Zimmervergabe. Zwar war bereits im Bus die Zimmerverteilung festgelegt worden, wie aber die Zimmer aussahen und wer letztendlich das schönste Zimmer hatte, war noch unbekannt. Nach einer ausgiebigen Inspizierung (und Bewertung) unserer Unterkunft folgte der Besuch im botanischen Garten. Hier, im städtischen Grün, konnten wir alle Kraft und Ruhe sammeln, um in der folgenden allabendlichen Freizeit noch einmal die Stadt zu durchqueren. So begaben wir uns grüppchenweise, zu zweit oder zu acht, auf die Suche nach einer Möglichkeit für das Abendessen. Nachdem sich jeder Schüler persönlich bei den Lehrern im Hotel abgemeldet hatte, konnten auch diese die Nachtruhe genießen.

Voller Elan wurde am nächsten Morgen die Burg, die über der Hauptstadt thront,+ als Ziel festgelegt und so durfte jeder, einige Stunden und eine Seilbahnfahrt später, den atemberaubenden Ausblick über die Stadt genießen. Egal ob hoch oben auf den Zinnen oder tief in der Burg in den zahlreichen Museen, dieser „Ausflug“ gestaltete sich als sehr informativ und eindrucksvoll. Am Nachmittag wurden wir dann zweigeteilt, sodass eine Gruppe jeweils die Stadtbibliothek beschaute und die andere eine ausgedehnte Bootstour mit einem sehr unterhaltsamen Bootsfahrer auf der „Ljubljanica“ unternahm. Ein wirklich erfrischendes Erlebnis, bei sommerlichen Temperaturen um die 27 °C.

Früh aufstehen war am nächsten Tag geboten, denn der Bus fuhr uns ins Landinnere nach Lipica, um die dort beheimateten Pferde und die große Zuchtstation zu besichtigen. Neben einer Führung wurde uns auch die Möglichkeit eröffnet einer Dressur-Trainingseinheit beizuwohnen. Vom „hohen Ross“ ging es dann tief hinab: Nur wenige Kilometer weiter folgte wir später am Nachmittag den Höhlenpfaden untertage, als wir Sloweniens größte Grotte bestaunen durften. Neben Stalagmiten und Stalaktiten, war hier besonders die dünne Brücke über dem 90 Meter tiefen Abgrund der spannendste Teil der Führung. Auch wenn der Boden nass war, rutschte niemand aus, sodass wir alle vollzählig wieder die Grotte verließen.

Für viel Spannung und vordergründig Freude sorgte auch die Fahrt am nächsten Tag: endlich ans Meer! Nachdem wir am Vormittag noch die Küstenstadt Piran durchstreiften, durften wir und auch die Lehrer nach dem Mittag ins kühle Nass. Angesichts des großen Spaßes hierbei war das sicherlich der Höhepunkt dieser Klassenfahrt. Nach einem erneut großartigen Abend mit vielen verschiedenen Aktivitäten, es gab ja die hochgelobte Abendfreizeit, fühlten wir uns quasi heimisch in der „Drachenstadt“. Da der letzte Abend nun fast vorbei war, entschieden sich einige Schüler auch nach dem Abmelderitual noch einmal etwas mit den Lehrern zu unternehmen. Es folgte eine Art „Großraumverstecker“, bei dem zum Glück alle gefunden wurden.

Sich am Freitag auf die bevorstehende Abreise vorzubereiten war schmerzlich, denn mittlerweile hatte ein jeder die Stadt liebgewonnen. Der letzte frei nutzbare Tag wurde auch hier erneut zum Erkunden, Entdecken und Genießen genutzt, um am Abend dann glücklich und zufrieden in den wohlbekannten Bus zu fallen. Nach einer kräftezehrenden Rückfahrt und um einige tolle Erlebnisse reicher kamen wir am frühen 1. September wieder in Zschopau an – direkt im Angesicht des „grünen Kastens“, der uns am darauffolgenden Montag wieder erwartete.

Text: Bastian Stordel, Max Beyer

Bilder: Helen Richter, Celine Geißler