Katharina und Anna
Freitag und Sonnabend, 31. Mai / 01. Juni 2019

Nachdem wir uns von unseren französischen Corres für fast ein halbes Jahr verabschieden mussten, machten wir uns nun am 31.05. auf die 1400 km lange Reise von Zschopau nach Ploërmel.
Unsere Reise begann 20:15 Uhr mit einem emotionalen Abschied am Busbahnhof und führte uns über die Autobahn in Richtung Frankreich. Nach nicht allzu langer Zeit wurde uns allen bewusst, dass es kein Zurück mehr gab und es stellte sich ein Gefühl zwischen Vorfreude und Aufregung ein. Unsere erste Pause legten wir an der Raststätte Rimberg gegen 23:40 Uhr ein. Als wir dann kurz nach 3 Uhr die französische Grenze überquerten, waren alle wach und die Aufregung stieg. Als wir dann gegen halb 2 in Ploërmel ankamen, wurden wir schon von unseren Gastfamilien erwartet und herzlich empfangen. Uns wurden die Häuser der Gastfamilien und unsere Zimmer gezeigt. Trotz der Anstrengung der hinter uns liegenden Busfahrt hatten alle einen sehr ereignisreichen und schönen ersten Tag mit unseren Corres und deren Eltern – ein perfekter Start in eine aufregende Woche.

 

Julian Reuter
Sonntag, 02. Juni 2019

An unserem zweiten Tag in der Bretagne haben wir einen Ausflug an den Atlantik unternommen, genauer gesagt an einen Strand in der Nähe von Pénestin. Mit 18 Grad war es jedoch leider zu kalt zum Baden. Stattdessen haben wie bei Ebbe Muscheln, Krebse und Seesterne gesucht.
Am Nachmittag besuchten wir den Ort Rochefort-en-Terre. Aufgrund seiner zahlreichen alten mit Blumen und Efeu verzierten Gebäude im bretonischen Stil wurde er 2016 mit dem Titel „Beliebtestes Dorf der Franzosen“ ausgezeichnet. Die engen gepflasterten Gässchen führten oftmals zu kleinen Kunsthandwerksläden mit typisch bretonischer Kunst. Außerdem besichtigten wir die Kirche, die Burg und den Marktplatz von Rochefort-en-Terre.

 

 

Charlotte Pelz
Montag, 03. Juni 2019

Heute war es endlich soweit! Nach einem wunderschönen Wochenende in den Familien, konnten wir uns, am ersten Schultag, alle wiedersehen. Das war wahrscheinlich das erste Mal, dass die Freude auf die Schule so überaus groß war 😜.
Gegen 8 Uhr trafen wir alle nacheinander im Collège ein. Die Begrüßung war sehr umfangreich und das Küsschen-Küsschen-Prinzip nun auch bei manchen deutschen Schülern sehr beliebt.
Es war sehr laut, da sich die Schüler zu Beginn und in jeder Pause auf dem riesigen Pausenhof einfinden.
Gegen 8.15 Uhr sind wir ins „SELF“, die Kantine des Collèges gegangen, wo uns der Direktor begrüßte und uns das Französische Schulsystem erklärte. Am ‚Sacré-Cœur‘ lernen Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren (6. – 9. Klasse). Außerdem ist die Mittagspause bedeutend länger. 1,5 – 2h sind vorgesehen und auch das Handy ist am Collège komplett verboten. Die Schüler müssen es zu Beginn des Unterrichts abgeben. Das löste förmlich einen richtigen ‚Schrecken‘ bei den deutschen Schülern aus, denn auch für uns hieß es nun „Handyverbot!“, was einigen natürlich nicht ganz so recht war 😅.
Nach der Begrüßung und einem kleinen Frühstück wurden wir in Gruppen aufgeteilt und von den Siebtklässlern durch das Schulgebäude geführt. Einige konnten schon sehr gut deutsch reden.
Danach ging es für uns, zu weit oder zu dritt, in den Unterricht. Auch das war vereinzelt sehr interessant und wir haben auf verschiedenste Art und Weise Erfahrung gesammelt. Die Unterrichtsstunde dauert in Frankreich 55min, ging aber dennoch recht schnell vorbei.
Um 11.30 Uhr war dann Mittagessen angesagt. Es gab eine große Auswahl an Vor- und Nachspeisen. Von Obst und Salat bis Joghurt und Pudding. Als Hauptspeise gab es Spagetti Bolognese oder Spagetti mit einer anderen Beilage.
In der zweistündigen Mittagspause haben wir die Sonne genossen oder mit dem kleineren Schülern geredet und gelacht.
13.30 Uhr ging es los zur Stadt-Rallye, welche als Spiel durchgeführt wurde. Wir haben uns in neun Gruppen aufgeteilt und verschiedene Aufgaben erhalten, die wir jeweils beantworten mussten. Dafür hatten wir bis 15.30 Uhr Zeit, in der wir uns in einem begrenzten Gebiet in Ploërmel aufhalten konnten, um die Antworten, welche jeweils Zahlen waren, ausfindig zu machen.
Zum Schluss haben wir die astronomische Uhr besichtigt. Sie befindet sich im Hof der Konfessionsschule der „Communauté des Frères de Ploërmel“ und zeigt außer die Uhrzeit auch die Bewegung der Planeten sowie 10 verschiedene Kalender- und Zeitangaben.
Kurz vor Unterrichtsschluss (16.30 Uhr) erreichten wir das Collège und wurden von unseren Austauschpartnern abgeholt. Nun trennten sich unsere Wege wieder und jeder gestaltete seine verbliebene Freizeit individuell in der Familie.
Die Franzosen haben also einen bedeutend längeren Schultag als wir. Sie sind ungefähr 8,5h am Collège.
Schon an diesem Tag haben wir viele neue Eindrücke gesammelt und einiges über den Schultag und Ploërmel erfahren.


Emilie Schulz
Dienstag, 04. Juni 2019

Wandern ist langweilig, sagten sie – bis zum Dienstag den 04.06.2019.
An diesem Tag sind wir als französisch-deutsche Gruppe „wandern“ gegangen. Jedoch war diese Strecke überhaupt nicht öde und uninteressant. Ganz im Gegenteil wir hatten unheimlich viel Spaß, haben viel neues gelernt zum Beispiel über die Geschichte des Mont St. Michel oder wie man sich aus Treibsant befreit. Mit diesem hatten wir besonders viel Spaß, häufig waren Deutsche und Franzosen bis zu den Knien im Watt. Unsere beiden Führer erklärten uns viele interessante Dinge über den 100-jährigen Krieg und die Rolle des Mont St. Michel während der Kriegsjahre.
Als wir nach ca. zweieinhalb Stunden laufen endlich ankamen besuchten wir noch die Abtei in kleineren Gruppen. Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung.
Bis zu diesem Punkt klingt alles wunderschön, jedoch sollte man nicht auslassen, dass es die meiste Zeit, mal mehr und mal weniger stark, geregnet hat. Dadurch wurde es allerdings noch lustiger für alle.
Wir sind gespannt, was dieses Erlebnis noch übertreffen kann und freuen uns auf die zukünftigen Tage.

Wandern ist langweilig, sagte danach niemand mehr.

Giovanni Gläser
Mittwoch, 05. Juni 2019

Am Mittwoch, dem 5. Juni, waren wir unterwegs nach La Gacilly, dem Geburtsort von Yves
Rocher. Nach einer dreißigminütigen Busfahrt, die um 8:15 Uhr losging, kamen wir an
unserem Ziel an. Anfangs besuchten wir eine Fotoausstellung, welche durch einen Wald
führte. Sie war sehr interessant und künstlerisch gestaltet und kritisierte dabei auf Probleme
in der Welt. Um 10 Uhr öffnete Yves Rocher, wo wir kleine Geschenke für unsere Familien in
Deutschland kauften. Danach hatten wir die Möglichkeit bis 11 Uhr den Ort zu erkunden und
dabei Souvenirs sowie regionale Produkte zu kaufen. Danach machten wir uns wieder auf
den Rückweg nach Ploërmel, wo uns bereits Austauschpartner erwarteten. Mit ihnen
verbrachten wir dann einen wunderbaren, individuellen Nachmittag. Damit ging ein weiterer
erlebnisreicher Tag unserer Woche in Frankreich zu Ende.

 

Amelie Hänel
Donnerstag, 06. Juni 2019

„Heute sind wir alle wieder Kinder“

Am Donnerstag, den 6. Juni, traten wir unsere Reise in die Welt des Kleinen Volkes an. Wir fuhren, nachdem wir auf dem Schulhof Zeit hatten, mit einer Lehrerin über den Schulalltag zu sprechen, nach Brocéliande. Dort begann unsere Führung, die zum Glück auf Deutsch war, in einer Kirche. Dort versuchte zur Zeit des zweiten Weltkrieges ein Pfarrer, den christlichen Glauben mit dem keltischen und der Artus-Sage zu verbinden.
Danach wanderten wir durch das Tal ohne Rückkehr. Der Name basiert auf der Sage der Morgan le Fay, die das Tal verwünschte, sodass alle untreuen Männer und Lügner nicht wieder zurückkamen.
Dort lauschten wir vielen Geschichten über Kristallpalaste unter der Wasseroberfläche, verwunschene Äcker und viele andere magische Ereignisse.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann weiter, wir fuhren mit dem Bus an zwei andere Stellen des Waldes, um uns andere, magische Orte anzusehen, wie zum Beispiel eine Eiche mit knapp 10 m Umfang oder einem  Brunnen, in dem Blasen aufsteigen, wenn die Feen darunter lächeln.
Dann ging es auch schon wieder zurück nach Ploërmel, wo wir mit unseren Gastfamilien einen wunderschönen, letzten Nachmittag in Frankreich verbrachten.

 

Clara Mauersberger
Freitag, 7. Juni 2019

Der Freitagmorgen begann für viele eher traurig. Es würde unser Abreisetag sein und wir mussten uns von den Gastfamilien verabschieden. Die meisten wurden mit ihrem Gepäck und dem vielen Essen, das die Gastfamilien für die Fahrt gepackt hatten, in die Schule gefahren.
Anschließend durften wir noch einmal 4 Stunden am französischen Unterricht teilnehmen. Die Fächerpalette war dabei bunt gemischt von Spanisch über Biologie bis hin zu Sport war alles dabei. Acht Schüler unserer Gruppe haben in einem Unterrichtsfach, ähnlich Hauswirtschaft, Crêpes gebacken, welche wir anschließend für unsere Fahrt geschenkt bekamen.
Nach der eher regnerischen Mittagspause durften wir bei der Generalprobe des Talentefestes dabei sein. Hier wurden Theater, Tanz und Gymnastik dargeboten. Es war sehr schön zu sehen, was die Schüler in den Arbeitsgemeinschaften eingeübt hatten.